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KSC-Präsident Metzger kündigt die ersten Arbeitsnachweise an
Eisige Ruhe liegt über dem Wildpark. Nur auf Platz 3 tollt der in der Vorrunde der A-Junioren-Bundesliga so erfolgreiche KSC-Nachwuchs unter Aufsicht seines sichtlich aufgeräumten Trainers Rüdiger Böhm durch das verschneite Geläuf. Die Jungs haben Spaß und demonstrieren ungeniert ihre pure Lust auf Fußball. Auf eben jene Freude mußten hingegen Präsident Paul Metzger und seine Vize Rolf Hauer und Arno Glesius in den vergangenen Monaten spürbar verzichten. Denn seit seinem Amtsantritt nutzten die Medien jeden Quadratzentimeter der reichlich von Metzger angebotenen Angriffsfläche, um ihn zu attackieren. „Es wurde aber eben nicht nur kritisch, sondern bewußt falsch berichtet“, sagt Metzger und beklagt, daß „der normale Mensch letztlich alles glaubt, wenn er es zwei-, dreimal schwarz auf weiß gelesen hat“. Künftig, so kündigt er an, werde er es nicht mehr zulassen, daß ihm etwas, „das ich mit beiden Füßen auf dem Boden stehend gesagt habe“, von der Presse auf den Kopf gestellt werde.
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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 30. November 2009
Immerhin der neunjährige Frederik hatte am vergangenen Freitag seinen Spaß und wird er das ansonsten trübe Aufeinandertreffen des KSC mit der TuS Koblenz als einen Höhepunkt seines Lebens im Langzeitgedächtnis verankern können. Denn der Junge mit den langen blonden Haaren durfte an der Pranke des KSC-Maskottchens Willi Wildpark – dem Gewinnspielglück der Oma sei Dank – in das Stadion einlaufen. Daß der Knabe eines Tages den Talentschuppen des Traditionsvereins bereichern wird, erscheint allerdings trotz des Spaßes an Heimsieg und Spiel seines Lieblings Aleksandar Iashvili eher zweifelhaft, da seine verheißungsvoll begonnene Karriere im Dreß des VSV Büchig inzwischen ruht. Handball, Tennis und Klavierspielen bereiteten ihm offenbar weitaus mehr Freude, wie sein Vater fatalistisch gesteht.
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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 28. Dezember 2009
Der von mir sehr geschätzte Kolumnist Harald Martenstein formulierte jüngst in der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ folgende provokante These: „Die meisten Meinungen werden vertreten, weil es eh alle sagen, weil man sich davon einen Vorteil verspricht, weil man nicht unangenehm auffallen oder weil man einfach nur gemocht werden will, ein Grund so fragwürdig wie der andere.“ Hierfür Schwung geholt hatte er sich zuvor mit der Aufforderung, daß man sich eine „gut abgehangene Allerweltsthese, eine Meinung, der alle, die Sie kennen, beipflichten“ suchen und nun „mit großem Nachdruck das genaue Gegenteil davon“ vertreten solle. Martensteins anschließender Mutmacher – „haben Sie keine Angst davor, dass deswegen ein Krieg ausbricht, dies wird nicht passieren. Stellen Sie sich nicht die Frage, ob Sie das, was Sie vertreten, tatsächlich meinen. Das ist egal. Sie aber bringen die anderen wirklich zum Nachdenken. Sie bereichern die geistige Landschaft“ – ist schließlich ebenso tröstlich wie notwendig.
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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 21. Dezember 2009
Mit der am Samstag bekannt gewordenen, sofortigen Trennung von Manager Rolf Dohmen wurde eine wichtige Ära in der KSC-Geschichte endgültig beendet. Mit viel Geschick war es seit 2002 der Mannschaft um das Präsidium von Hubert H. Raase gelungen, den Verein aus der größten Krise herauszuführen und ihm nicht nur seine Würde, sondern auch sportlichen Erfolg zurückzugeben. Hierbei waren die Mittel, die den Verantwortlichen zur Verfügung standen, nur sehr bescheiden gewesen. Um so bemerkenswerter war letztlich der Erfolg, dem Klub und seinen leidgeprüften Freunden sogar zwei Spielzeiten in der 1. Bundesliga ermöglichen zu können. Im Verbund mit Cheftrainer Edmund Becker entwickelte Dohmen mit viel Augenmaß und Verstand eine Mannschaft, die in Auftreten und Spiel zu den sympathischsten gehörte, die je diesen Verein repräsentierten. Unvergeßlich die gelungenen Abstiegskämpfe, die wundervolle Aufstiegssaison 2006/07, welche mit unwahrscheinlicher Wucht die schiere Lust am Fußball repräsentierte. Als Zugabe gelang zwar zudem eine bisweilen begeisternde Bundesliga-Premierensaison, doch lag hierin bereits die Wurzel des späteren Scheiterns. Mit dem unwiderstehlichen Erfolg ging ein zunehmender Unwillen daher, vergangene und bestehende Erfolgsmechanismen kritisch auf ihre künftige Funktionalität zu hinterfragen. Denn die Leistungsqualität des gesamten Vereins war in vielen Bereichen zwangsläufig noch auf zu dünnem Fundament gebaut, um Rückschläge und Irrtümer abfedern zu können.
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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 14. Dezember 2009
Am späten Freitagnachmittag wühlten die Freunde des Karlsruher Fußballs in ihrem Kleiderschrank, um erstmals in diesem Jahr das widerspruchslos unpopulärste Bekleidungsstück hervorzukramen, das die Menschheit zu bieten hat – die lange Unterhose. War diese Verzweiflungstat angesichts der naßkalten Witterung erwartbar, so überraschend kam dann ein für viele enttäuschender Spielverlauf, der dem KSC eine Niederlage bescheren sollte. Denn vor dem Spiel hörte man nur allzu oft an allen Ecken und Enden des Stadions ein euphorisches „wenn se heut g’winne, sind se widder dran!“, das klingender Ausdruck der Hoffnung auf eine sportliche Rettung dieser bislang so spröde verlaufenen Saison war. Daß es damit nichts wurde, ließ so manchen trotz der massiven textilen Aufrüstung bestimmt noch um einiges mehr frösteln. Auch den Damen auf der Geschäftsstelle wird in der Vorweihnachtszeit nicht mehr so richtig warm werden – heute startet der KSC den Verkauf seiner Rückrundendauerkarten und mit einem Massenansturm ist wahrlich nicht zu rechnen. Wundern würde es hierbei allerdings nicht, wenn die Mehrzahl der tatsächlich verkauften Billets über den Rhein wandern würde. Und zwar an FCK-Fans, die sich für den Rückrundenbesuch des souveränen Spitzenreiters im kleinen Wildpark auf jeden Fall einen Platz auf der Tribüne sichern möchten.
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Die Rheinpfalz-Kolumne vom 8. Dezember 2009
Der KSC gewinnt bei Rot-Weiß Ahlen mit 3:1 und begibt sich sicheren Schrittes in jene Tabellenregion, in der er sich recht sicher sein kann, sein Dasein unbeachtet jeglicher Öffentlichkeit fristen zu können. Denn auch wenn der Sky-Moderator Uli Potofski den sonntäglichen Rest seiner Sendezeit unter anderem damit füllen zu müssen glaubte, daß der KSC mit Siegen gegen Duisburg und in Fürth als Aufstiegsanwärter in die Rückrunde gehen könne, sollte man mit solchem Optimismus zurückhaltend sein: Zu schwach waren die Westfalen und zu wenig souverän die Badener, als daß Euphorie ausbrechen dürfte. Und wie man einen überforderten Gegner konsequent filetiert und die Entschlossenheit eines zu Höherem Berufenen beweist, war am Wochenende in Koblenz zu sehen, als der FC St. Pauli dort nicht eher Ruhe gab, bis man mit 5:0 vorne lag. Der KSC hingegen ließ und läßt diese Gier bislang vermissen. Einzig die bemerkenswert gute Trainingsarbeit von Trainer Markus Schupp könnte dazu verleiten, diesem Kader noch etwas mehr zuzutrauen. Nun ja, man wird sehen.
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Noch besteht die Gelegenheit, eine HELDEN!-Geschenkbox mit allen 16 bislang erschienenen Ausgaben zu erwerben. Da die Auflage streng limitiert war, geht unser Vorrat nun zur Neige.
Die Box kostet 40 Euro und wird versandkostenfrei verschickt. .
Gerne legen wir natürlich auch ein Exemplar unseres Bildbandes „im Wildpark“ (21 Euro) bei, sodaß über die Weihnachtstage genügend Trost finden kann, wer am momentanen Tabellenstand des KSC zu sehr leidet.
Ihre Redaktion
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Am vergangenen Freitagabend fand erstmals der HELDEN!Abend statt. Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums wurde das Fan-Projekt in der Nord-Stadt als Veranstaltungsort gewählt, welches üblicherweise nur als ein Anziehungspunkt für die jüngere Generation der KSC-Fans bekannt ist.
Geladen waren Emanuel Günther und Edgar Schmitt, die beiden herausragenden Torjäger des KSC der achtziger und neunziger Jahre. Schmitt, die ewigen Staus auf der Autobahn scheuend, war sogar klimafreundlich mit dem Zug angereist. Vor einem zwar kleinen (rund 50 Personen), aber um so aufmerksameren Publikum entwickelte sich ein abwechslungsreiches Gespräch mit den HELDEN!-Redakteuren Heiko Räther und Matthias Dreisigacker, das in zwanglosem Rahmen für eine abwechslungsreiche Zeitreise in die KSC-Geschichte sorgte. Zuvor war noch Conny Kluge auf das Podium gebeten worden, der seine Spendenaktion für die Kinderkrebsstation des Städtischen Klinikums vorstellte. Über den Eintritt stockten die Besucher dessen bisher erreichten Spendensumme um 100 Euro auf! Eine Überraschung war es zudem, daß Kluge seinen Freund Godfried Aduobe mitgebracht hatte, der somit an diesem Abend der einzige Vertreter des aktuellen KSC war.
Bis auf einen Vertreter der Rheinpfalz war leider kein Pressevertreter anwesend, sodaß wir zum Ablauf des Abends auf folgende Links verweisen möchten: Helden hautnah! und KSC-Heldenabend
Nochmals herzlichen Dank an Emanuel Günther und Edgar Schmitt, die mit ihrer Aufgeschlossenheit den Abend getragen und allen Beteiligten schöne Erinnerungen geschenkt haben!
Ihre Redaktion
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Ein Gesprächsabend mit den KSC-Torjägerlegenden Edgar Schmitt und Emanuel Günther
Das Fan-Projekt feiert seinen 20-jähriges Bestehen, und wir feiern ein bißchen mit – und zwar mit einem „Heldenabend“.
Dieser findet am Freitag, 4. Dezember, im Fanprojekt Karlsruhe (Nordstadt, Mainestr.  statt, der Beginn wird um 19.30 Uhr sein. Zur Premiere eingeladen sind die Torjägerlegenden Edgar Schmitt (beim KSC von 1993-96, 72 Spiele, 31 Tore) und Emanuel Günther (1977/78 und 1979-86, 310/ 134).
Alle Fans und Fußballfreunde sind herzlich eingeladen, bei Talk, Fragerunde und im persönlichen Gespräch tief in die Karlsruher Fußballgeschichte einzutauchen und natürlich auch ihre Autogrammsammlung zu ergänzen. Wir freuen uns sehr, daß beide spontan zugesagt haben und den KSC-Fans noch einmal ihre Reverenz erweisen. Und sollte dem einen oder anderen Zeitgenossen vergangener Tage noch eine brennende Frage aus der aktiven Zeit der KSC-Torjäger auf der Seele liegen, so besteht die Aussicht, diese endlich beantwortet zu bekommen.
Die Veranstaltung wird von den HELDEN!-Redakteuren Heiko Räther und Matthias Dreisigacker moderiert und kostet 4 € Eintritt. Hiervon gehen 2 € an die Kinderkrebsstation des Städtischen Klinikums und erhält der Gast eine Ausgabe von AUF, IHR HELDEN! nach freier Wahl.
Die Veranstaltungsreihe wird in loser Folge fortgesetzt werden.
Mit sportlichem Gruß,
Ihre Redaktion
Das Fan-Projekt feiert seinen 20-jähriges Bestehen, und wir feiern ein bißchen mit – und zwar mit einem „Heldenabend“.
Dieser findet am Freitag, den 4. Dezember, im Fanprojekt Karlsruhe (Nordstadt, Mainestr. 8 ) statt, der Beginn wird um 19.30 Uhr sein. Zur Premiere eingeladen sind die Torjägerlegenden Edgar Schmitt (beim KSC von 1993-96, 72 Spiele, 31 Tore) und Emanuel Günther (1977/78 und 1979-86, 310/ 134).
Alle Fans und Fußballfreunde sind herzlich eingeladen, bei Talk, Fragerunde und im persönlichen Gespräch tief in die Karlsruher Fußballgeschichte einzutauchen und natürlich auch ihre Autogrammsammlung zu ergänzen. Wir freuen uns sehr, daß beide spontan zugesagt haben und den KSC-Fans noch einmal ihre Reverenz erweisen. Und sollte dem einen oder anderen Zeitgenossen vergangener Tage noch eine brennende Frage aus der aktiven Zeit der KSC-Torjäger auf der Seele liegen, so besteht die Aussicht, diese endlich beantwortet zu bekommen.
Die Veranstaltung wird von den HELDEN!-Redakteuren Heiko Räther und Matthias Dreisigacker moderiert und kostet 4 € Eintritt. Hiervon gehen 2 € an die Kinderkrebsstation des Städtischen Klinikums und jeder Gast erhält eine Ausgabe von AUF, IHR HELDEN! nach freier Wahl.
Die Veranstaltungsreihe wird in loser Folge fortgesetzt werden.
Mit sportlichem Gruß,Ihre Redaktion
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Geschrieben von Matthias Dreisigacker in Kolumnen
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Vor 14 Tagen hatte einer meiner besten Freunde einen großen Abend. In Zürich stellte er im Rahmen einer Vernissage sein Buch über den Hardturm, das alte und inzwischen abgerissene Stadion des Schweizer Rekordmeisters Grasshopper-Club Zürich vor. Es ist hierbei natürlich erstaunlich, daß ausgerechnet ein Deutscher kommen mußte, um dieser legendären Wettkampfstätte mit einem Bildband ein literarisches Denkmal zu setzen. “Dennoch” ist es sehr gelungen und seinem Thema ein würdiges Zeitdokument. Daß für den Tag darauf zufällig ein Heimspiel der Hoppers gegen den AC Bellinzona auf dem Programm stand, rundete den Ausflug in die Schweiz natürlich wunderbar ab. Denn auf der Trainerbank von GC sitzt seit Saisonbeginn der ehemalige Lauterer Spieler Ciriaco Sforza, dessen man sich in der Pfalz noch heute nicht unbefangen erinnert. Einerseits feierte er 1998 mit dem damaligen Aufsteiger FCK die wohl sensationellste Meisterschaft der Bundesligageschichte, andererseits geriet er im Folgenden des öfteren mit seinen dortigen Trainern wie Otto Rehhagel oder Joachim Michael Henke derart aneinander, daß er schließlich als „Spaltpilz“ oder „Stinkstiefel” denunziert wurde. Sforza hat hierzu eine gesunde Distanz entwickelt und ist mit sich im Reinen – „Ich hatte als Spieler eine verantwortungsvolle Position, sodaß es sowohl mein Recht, als auch meine Pflicht war, wichtige Dinge anzusprechen. Ich habe nur das getan, was ich meinem Gefühl nach machen mußte.“
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